20.11.2017

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Wandern entlang des Meraner Höhenwegs

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Wandern entlang des Meraner Höhenwegs

Diese grandiose Strecke führt Sie auf über 90 km Länge um den zentralen Teil des imposanten Südtiroler Gebirgsstocks Texelgruppe am südlichen Rand der Ötztaler Alpen. Die mehrtägige Tour ist eine abwechslungsreiche Mischung aus Wanderung und Bergtour, insgesamt werden rund 5.000 Höhenmeter absolviert.

Von den meisten Freizeitsportlern wird der Meraner Höhenweg in sechs Tagen durchwandert, mit dabei sind Wege in tiefen Tallagen bis hin zu Wegen in hochalpinen Höhen (fast 3.000 m). Spektakuläre Ausblicke in die Umgebung sind garantiert.

Hintergrundwissen Nationalpark Texelgruppe

Mitte der siebziger Jahre wurde der über 33.000 Hektar umfassende Naturpark Texelgruppe mit dem Ziel errichtet, diese einzigartige Gebirgslandschaft in ihrem ursprünglichen Zustand zu belassen und als Raum für Erholungssuchende zu erhalten. Das Gebiet wird begrenzt vom Schnalstal im Westen, dem Pfossental und dem Pfelderer Tal im Norden, dem Passeiertal (Heimat von Andreas Hofer) im Osten und dem unteren Vinschgau im Süden. Im Park finden sich Talböden, Wälder, Almen, felsige Gipfel und vergletscherte Gebiete, in den Genuss all dieser prächtigen Naturschönheiten kommt der Bergwanderer entlang des Meraner Höhenwegs. Bekannte Berggipfel des Gebirgsstocks sind die Spronser Rötelspitze (2.625 m), der Tschigat (2,998 m), die Trübwand (3.266 m), die Hochweiße (3.281 m), die Texelspitze (3.318 m) und das Roteck (3.337 m). Der Nationalpark liegt in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, von Touristikern auch als "Meraner Land" bezeichnet. Mehr Informationen zum Burggrafenamt Meran gibt’s bei Suedtirol-Tirol.

Die Tour

Der Rundweg wird in zwei große Abschnitte geteilt, zum einen in den Nordabschnitt vom Schnalstal nach Passeier, welcher Kondition und hochalpine Erfahrung voraussetzt und in den Südabschnitt von Passeier zum Schnalstal, der auch von nicht so erfahrenen Wanderern begangen werden kann.

Je nach Schneelage eignen sich die Monate Juni bis Oktober zum Genuss des Meraner Höhenweges. In der Fachliteratur findet man unter anderem diese Empfehlung:

  • Tag 1 (zum Eingehen)
    Von Dorf Tirol (Talstation der Seilbahn Hochmuth, 1.361 m) nahe Meran über Weg Nr. 23 + 24 vorbei am Gasthof Talbauer zum Hochganghaus (1.839 m) weit oberhalb von Partschins
    Zeit: 2,5 Stunden (gemütliche Nachmittagstour)
  • Tag 2
    Vom Hochganghaus (1.839 m) entlang des AVS Jugendwegs über die Nassereithütte (1.523 m) bis Giggelberg (1.565 m)
    Zeit: 4,0 Stunden (Tour mit alpien Zügen)
  • Tag 3
    Von Giggelberg nach Katharinaberg (1.245 m) im Schnalstal;
    Dieser Abschnitt beginnt ziemlich gemütlich, aber dann gilt es Rinnen und Taleinschnitte zu durchqueren, teilwiese mit Treppen und Leitern (versichert). Unterwegs finden Sie Bergbauernhöfe zur Rast oder Einkehr. Nach dem Linthof führt der Weg in den Eingang des Schnalstals.
    Zeit: 6,0 Stunden
  • Tag 4
    Von Katharinaberg zu den Eishöfen und über den gleichmäßig ansteigendem Militärweg auf das Eisjöchl (2.895 m), dann weiter zur Stettiner Hütte (2.875 m); Unterwegs genießen Sie einen grandiosen Blick auf die Hohe Weiße (3.278 m).
    Zeit: 8,5 Stunden (teils hochalpin)
  • Tag 5
    Von der Stettiner Hütte in das Pfelderer Tal hinab, vorbei an der Ortschaft Pfelders (1.622 m) und weiter zum Weiler Matatz in Passeier;
    Zeit: 8,5 Stunden
  • Tag 6
    Von Matatz im Passeiertal ins Spronser Tal, weiter nach Hochmuth bei Dorf Tirol; Auf diesem Abschnitt wandern Sie von Weiler zu Weiler, von Hof zu Hof, meist durch Wälder und über Wiesen.
    Zeit: 7,0 Stunden

Anfahrt & Parkmöglichkeiten

Durch Meran in Richtung Passeiertal fahren. Nach der Ortschaft Dorf Tirol abbiegen und bis zur Talstation der Hochmuth-Seilbahn fahren, dort können Sie parken.
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit Bus oder Bahn in die Kurstadt Meran und weiter mit dem Bus nach Dorf Tirol zur Talstation der Hochmuth-Seilbahn.

Surftipps

 

Informationen zum Bild der Settiner Hütte:
Urheber: Albert Backer (modified by Wellbo)
Lizenz: CC BY-SA 3.0

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