20.11.2017

Martin Henning

„Ich fühle mich ja fast schon alt“

Martin Henning

„Ich fühle mich ja fast schon alt“

Auch wenn Wakeboarding in Deutschland noch zu den weniger bekannten Sportarten gehört: Die Szene wächst, und mit ihr auch die Fanbase der „Shredder“. wellbo sprach mit Nico von Lerchenfeld, Gewinner des Red Bull Wake of Fame 2010, des O´Neill Wake the Line 2011 und nebenbei passionierter Snowboarder.

wellbo: Wie bist du zum Wakeboarding gekommen?

Nico von Lerchenfeld: Mein Vater baut mit seiner Firma Sesitec Wasserskianlagen, ich wurde also in den Sport geboren.

wellbo: Was zeichnet deiner Meinung nach das Wakeboarden aus?

Nico von Lerchenfeld: Ich liebe das Gefühl, auf dem Wasser zu sein. Neue Tricks zu stehen. Eine gute Session mit Freunden zu haben. Die Welt zu bereisen. Das alles liebe ich am Wakeboarden.

wellbo: Wie bereitest du dich auf Wettkämpfe vor?

Nico von Lerchenfeld: Ich versuche, auch im Winter zum Fahren zu kommen, in Ländern wie Thailand oder Australien, um den Anschluss nicht zu verlieren. Kurz vor den Wettkämpfen geht es dann natürlich darum, im Training einen guten Run zusammenzustellen und zu üben. Und ein bisschen mentale Vorbereitung gehört auch dazu.

Nico von Lerchenfeld

wellbo: Welches Land ist führend im Wakeboarding? Und können deutsche Wakeboarder mit den Besten mithalten?

Nico von Lerchenfeld: Amerika ist nach wie vor das Maß aller Dinge, vor allem weil hier einfach die ganze Szene lebt, also auch viele Kanadier und Australier. Deutsche Fahrer sind aber auch standardmäßig in den Finals, können also auf jeden Fall vorne mithalten.

wellbo: Wie kommt es, dass viele der Wakeboarding-Profis noch so jung sind?

Nico von Lerchenfeld: Vielleicht, weil die jungen einfach jeden Tag fahren gehen und unglaublich viele neue Tricks lernen. Ich selbst fühle mich ja schon fast alt. (lacht)

wellbo: Was rätst du den Wakeboarding-Newcomern?

Nico von Lerchenfeld: Den Spaß am Wakeboarden nicht verlieren! Darüber hinaus geht es aber auch darum, sich für sein Ziel einzusetzen, also Fotos und Videos zu produzieren, auf Events zu reisen und die Leute kennen zu lernen.

wellbo: Wo siehst du den Wakeboardsport in zehn Jahren?

Nico von Lerchenfeld: Wakeboarden steht auf der Shortlist für Olympia 2020. Wenn es da aufgenommen wird, wird die Aufmerksamkeit für den Sport viel größer. Das bedeutet auch: Mehr Fahrer, mehr Geld, das von Firmen investiert werden kann, krassere Tricks und viele neue Wakeboardparks.


Bilder: Steffen Vollert

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