29.06.2017

Martin Henning

Deutlich weniger junge Raucher in Deutschland

Martin Henning

Deutlich weniger junge Raucher in Deutschland

Deutschlands Jugend verzichtet immer häufiger auf Glimmstängel: Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Weltdrogentags berichtet, hat sich der Anteil jugendlicher Raucher in den letzten 11 Jahren mehr als halbiert.

Die vom BZgA in Auftrag gegebene Untersuchung ergab, dass 2012 nur noch zwölf Prozent der 12- bis 17-Jährigen rauchten. Der Anteil liegt damit mehr als 50 Prozent unter dem Wert von 2001, als noch 27,5 Prozent der Jugendlichen in der besagten Altersgruppe angaben, zur Zigarette zu greifen. Noch erfreulicher: 71,7 Prozent der Jugendlichen haben noch nie an einer Zigarette gezogen – ein neuer Bestwert.

Auch beginnen die Jugendlichen immer später mit dem Rauchen: Lag das Durchschnittsalter 2001 noch bei 13,6 Jahren, fingen die Befragten 2012 „erst“ mit 14,4 Jahren an. In der Altersgruppe bis 25 Jahre wuchs der Anteil der Nichtraucher auf einen Höchstwert von 33 Prozent.

Erfreut zeigte sich BZgA-Direktorin Elisabeth Pott über die Studienergebnisse: „Nichtrauchen ist über die letzten Jahre für Jugendliche zu einer gesellschaftlichen Norm geworden“, so Pott. Dennoch müsse mehr Vorbeugung geleistet werden. „Wir müssen die Tabakprävention auch in Zukunft weiter in den Schulen verankern, um alle sozialen Schichten zu erreichen.“ Rauchen hänge häufig vom Bildungsniveau ab, es gebe etwa deutliche Unterschiede zwischen Gymnasiasten und Hauptschülern.

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